Der 628 008/018 auf der Außerfernbahn – 7. Januar 2005.
Am 7. Januar 2005 hatten die Lokleiter in Kempten es organisiert, dass der letzte betriebsfähige 628.0, der „Acht-Achtzehn" (628 008/018), am letzten Tag vor seinem Fristablauf nochmal auf Tour gehen konnte – und zwar auf seiner ehemaligen Stammstrecke, der Außerfernbahn. Man fuhr damals nach Ehrwald, pendelte dann zwei Mal zwischen Ehrwald und Reutte hin und her, um danach wieder nach Hause nach Kempten zu fahren, wo das Fahrzeug getankt wurde und „ins Haus" ging.
Ich hatte an dem Tag frei und bin kurzentschlossen mitgefahren. Die Begeisterung einer Gruppe von Eisenbahnfreunden war groß, bei den Schülern vom Schulzentrum Reutte in Tirol fand der Einsatz leider keinen so großen Anklang: „Wieso fährt denn heute schon wieder diese alte Kiste hier?" 🤭
Die 628.0 waren, anders als die Nachfolger 628.1, .2 oder .4, die aus Motor- und Steuerwagen bestanden, eigenständige Fahrzeuge, die jeweils zu zweit – übrigens mit einer richtigen Scharfenbergkupplung am Wagenende – zusammengekuppelt waren, und zwar immer einer mit dem, dessen Ordnungsnummer um 10 Stellen höher war. Also war der 628 001 mit dem 628 011 gekuppelt, der 628 002 mit dem 628 012 und so weiter. Umgangssprachlich waren das dann halt der 628 Eins-Elf oder Vier-Vierzehn oder, wie hier, der Acht-Achtzehn.